Mein Nam‘ und Art

7. Oktober 2008

„Nie sollst Du mich befragen, noch Wissens Sorge tragen, woher ich kam der Fahrt, noch wie mein Nam‘ und Art!“ (Wagner, Lohengrin)

Damit ich während meiner Fahrten im Internet wirklich frei äußern kann, was ich denke und fühle, verberge ich meinen wirklichen Namen hinter einem Pseudonym. Ich nehme beruflich und im ehrenamtlichen Bereich verschiedene Positionen ein, in denen es nachteilig wäre, wenn meine Ansichten über gewisse Dinge bekannt wären oder man meine manchmal doch sehr persönlichen Gedichte meiner realen Person zuordnen könnte.

So habe ich denn das Pseudonym Sigmar Erics erfunden, und ich darf sagen: Der Name selbst ist ein Miniatur-Kunstwerk. Ich bin stolz darauf und möchte gern davon erzählen, was es beinhaltet. Außerdem ist die Denkart, die sich darin ausdrückt, charakteristisch und trägt daher zu meiner Vorstellung bei, die ja unbedingt in das erste Monatsheft meines öffentlichen Tagebuches gehört.

Sigmar vertritt meinen realen Vornamen. Dieser ist griechischer Herkunft und beginnt mit dem Buchstaben ‚S‘. ‚S‘ heißt im griechischen Alphabet ’sigma‘. Der alte germanische Vorname Sigmar klingt bei dem heute üblichen vokalisierten ‚r‘ am Wortende fast ebenso, ist also ein Homonym.

Erics ist ein Palindrom, ein Wort, das sowohl vorwärts als auch rückwärts gelesen werden kann. Die zweite Wortbedeutung ist ’scire‘, was auf Lateinisch ‚wissen‘ bedeutet. Mein Leben ist stark geprägt von einem selbst auferlegten Generalstudium, einem lebenslangen Lernen ohne Beschränkung auf ein einzelnes Fachgebiet. Dieses Generalstudium habe ich SCIRE genannt, im Sinne eines Akronyms, d. h. eines Begriffs, der aus den Anfangsbuchstaben mehrerer anderer Wörter gebildet ist. SCIRE bedeutet aufgelöst ‚studiis continenter inservire rerum elegantium‘, zu deutsch: die ‚beständige Hingabe an das Studium der feinen Dinge‘. Das ist mein Programm, und es kann nach meinem Dafürhalten niemals langweilig werden, da es so viele schöne und interessante Dinge in dieser Welt gibt.

Zumindest für meinen Geschmack gehört auch eine Namensschöpfung wie Sigmar Erics dazu. Bitte seht mir meinen Stolz nach, ich bin eben ein Mensch mit vielen persönlichen Schwächen und oft eigenartigen Gedankengängen.

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