Der zweite Zwilling

11. Januar 2009

Ja, ja, fast, ich sehe schon den Kopf! Das erste der beiden Kinder, mit denen ich 2008 schwanger ging, liegt ja schon fertig geputzt auf dem Tisch („Junger Wein„), das zweite („Jugendblütenlese„) ist jetzt bald endgültig heraus. Diese Woche habe ich es schon im Internet entdecken können, im Online-Shop des Verlages.

Es ist fast doppelt so schwer wie das schmalere Schwesterschiff, 350 statt 200 Seiten umfaßt es, und die Ladung ist auch reichhaltiger (46 Gedichte statt 42, dazu 5 Prosatexte). Aber die beiden gehören unverkennbar zusammen: Das Format ist das gleiche, die Cover haben beide einen edlen weißen Grund, worauf Bilder jugendfrischer Blüte locken (hier junge Dichter im Freien, da ein Blumenkranz), vor allem aber sind die Aufbauten, ist das Gesamtkonzept identisch. Auf den Hauptteil des Buches mit den künstlerischen Texten folgt ein ausführlicher Kommentar, der nach allgemeinen Informationen auf jeden einzelnen Titel eingeht und zum Forschen, Nachdenken und Lernen einlädt. Nicht zuletzt war ich auch bei diesem Projekt nicht allein. Beim „Jungen Wein“ standen mir sieben Mitautoren zur Seite, deren verschiedenartige Stile den Band zu einem abwechslungsreichen literarischen Gaumenschmaus machen. Die „Jugendblütenlese“ wird textlich von mir allein bestritten, allerdings ist die Folge der Gedichte, die ebenfalls polystilistisch das Ideal der varietas („Abwechslungsreichtum“) erfüllt, aufgelockert durch phantasievolle Zeichnungen einer jungen Künstlerin aus Münster.

Ich bin stolz auf meine Kleinen und wünsche ihnen einen liebevollen Empfang auf dieser Welt, ein langes Leben – und vielleicht noch das eine oder andere Geschwisterkind. Aber das ist Zukunftsmusik, dieses Jahr steht erst einmal der Abschluß meines Gesangsstudiums an. Einstweilen freue ich mich an meinem Doppeldebüt und dichte absichtslos weiter.

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One Response to “Der zweite Zwilling”

  1. sigerics Says:

    Es ist da!

    Das Buch ist gedruckt. Die Autorenexemplare (und diejenigen, die für die Zeichnerin bestimmt sind) sind bei mir eingetroffen. Im Lyrikregal meiner privaten Bibliothek stehen die ungleichen Zwillinge jetzt Seite an Seite und verteidigen ihren Platz zwischen Catull, Goethe, Fontane, Enzensberger – Dichter wie wir. Ich muß lachen.

    Ich freue mich.

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